Chronik

Gründerzeit (1950 – 1962)

Nach dem zweiten Weltkrieg wurden in den Nachbarstädten weiterführende Schulen gegründet, während die Schüler aus der Stadt Neunburg vorm Wald pendeln mussten. Am 26. Juni 1922 wurde der Bescheid für die Errichtung einer „Staatlichen Mittelschule für Knaben und Mädchen“ in der Stadt Neunburg erlassen. Daraufhin verpflichtete sich der Landkreis, die Kosten für das Schulgebäude zu übernehmen, während die Stadt ein Baugrundstück kostenlos zur Verfügung stellen und auf Erschließungskosten verzichten sollte.

Aufbau (1962 – 1964)

Bereits 10 Wochen nach dem Gründungsbescheid startete der Unterricht an der Schule am 4. September 1962, zunächst mit knapp 100 Schülern und drei haupt- und sechs nebenamtlichen Lehrkräften mit den Wahlpflichtfächergruppen I und II. Die Schüler waren im ersten Jahr in der Berufsschule, später im Rathaus, in der Mädchenschule und im Kolpingheim untergebracht.

Umzug und Ausbau (1964 – 1973)

1964 konnten die Schüler unter der Führung von Schulleiterin Dr. Theresia Guggenmoos in den drei Millionen DM teuren, kubischen Bau an der Katzdorfer Straße ziehen, 1965 wurde die bisherige Mittelschule in „Staatliche Realschule für Knaben und Mädchen Neunburg v.W.“ umbenannt. Bereits 1969 wird die neue Schule zu klein. Die für 8 Klassen ausgelegte Schule ist zu diesem Zeitpunkt bereits mit 12 Klasen belegt. Im Frühjahr 1972 war der Anbau fertiggestellt.

Konsolidierung (1973 – 1982)

Mit dem Anbau konnte 1973 auch die Wahlpflichtfächergruppe III als sozial-musischer Zweig eingeführt werden. 1978 bekam die Schule ihren ersten Computer und das Wahlfach Informatik wurde eingeführt.

Umbenennung und Sanierung (1982 – 1995)

Als Namensgeber für die Schule standen verschiedene Vorschläge zur Wahl. Mit Wirkung vom 26. Oktober 1982 – kurz vor der 20-Jahr-Feier wurde der Staatlichen Realschule Neunburg vorm Wald der Schulname „Gregor-von-Scherr-Schule“ verliehen. 1982 wurden erstmals 523 Schüler in 17 Klassen unterrichtet. Ab dem Jahr 1985 wurden die Freisportanlagen grundlegend saniert. 1991 wurde das Wahlfach „Bienen“ gegründet sowie ein Bienenhaus errichtet. Dafür erhielt die Gruppe den Umweltschutzpreis der Stadt Neunburg v. W.

Einführung der R6 (1995 – 2005)

Im März 1995 beantragte der Personalrat bei der Schulleitung die Einführung der sechsstufigen Realschule (R6), die aber erst zum Beginn des Schuljahres 2001/2002 eingeführt wurde.

Aufbruch und Innovation (2005 - 2015)

Steigende Schülerzahlen an der Gregor-von-Scherr-Schule in Neunburg machten die Einführung des neuen Zweiges IIIa mit dem Profilfach Französisch möglich. Durch die hohen Schülerzahlen konnte ab 2005 erstmals ein Zweiter Konrektor installiert werden, im Jahr 2007 wurde erstmals das Wahlfach Tschechisch angeboten. Ein Beachvolleyballfeld, das Klassenzimmer im Freien sowie die neugestaltete Pausenhalle entstanden in dieser Zeit. Seit ___ findet jährlich der JobCampus – eine hauseigene Berufswahlmesse - statt. Neben dem vierten Zweig (IIIb) mit Kunsterziehung als Profilfach können besonders talentierte Schüler auch das Fach Werken als zusätzliches Abschlussprüfungsfach ab der sieben Jahrgangsstufe besuchen, begabten Mädchen steht bilingualer Sportunterricht zur Verfügung, in der fünften und sechsten Jahrgangsstufe können die Schüler die Bläserklasse wählen.

Neue Themen und der Unterricht wird digital (ab 2015)

Im Schuljahr 2015/16 gelang erstmals die Einrichtung einer Gruppe der Offenen Ganztagsschule (OGS), damit trägt die Schule den geänderten Anforderungen an die Betreuungszeiten an der Schule Rechnung. Im gleichen Schuljahr beteiligt sich die Schule als einzige Realschule in Bayern am Projekt MundARTWertvoll des von Horst Seehofer ins Leben gerufenen Wertebündnisses mit großem Erfolg.

Neue Unterrichtskonzepte werden ausprobiert und evaluiert. Im November 2017 wurde an der Realschule der DigitalCampus, eine große Fortbildungsveranstaltung für die Realschullehrkräfte in der Oberpfalz durchgeführt. Insgesamt wurden für die 500 Teilnehmer 72 Workshops von über 40 Referenten angeboten.

Seit dem Schuljahr 2017/18 nimmt die Gregor-von-Scherr-Schule am bundesweiten Projekt LemaS (Leistung macht Schule) teil. Dabei sollen leistungsstarke und leistungsfähige Schülerinnen und Schüler im IT-Unterricht entdeckt und gezielt gefördert werden. Gleichzeitig soll IT somit zum Leitfach für alle anderen Fächer im Rahmen der zunehmenden Digitalisierung des Unterrichts werden.

Schulinnovationspreis isi DIGITAL 2019

Mit dem "isi DIGITAL" - Preis der Stiftung Bildungspakt Bayern werden Schulen ausgezeichnet, die digitale Medien in beispielhafter Weise in den Schulalltag integrieren. Mit innovativen Konzepten, die in einen systematischen Schulentwicklungsprozess eingebettet sind, überzeugten 2019 verschiedene Schulen in ganz Bayern. Im Bereich Realschulen erreichte hierbei die Gregor-von-Scherr-Schule den 1. Platz!