Wege in der Zukunft

Hallo ihr lieben ehemaligen Schülerinnen und Schüler der Realschule Neunburg!

Ihr habt bereits erfolgreich den Abschluss der Mittleren Reife geschafft, vergessen seid ihr aber trotzdem nicht! Wir freuen uns immer, wenn wir die teils sehr erstaunlichen und spannenden Lebensgeschichten ehemaliger Gregorianer mitbekommen. Teilt hier euren Werdegang nach der Realschule Neunburg mit allen, die den vielfältigen Weg nach dem Abschluss noch vor sich haben und gebt ihnen Input und Anreize, welche Möglichkeiten nach dem Realschulabschluss auf sie warten.

Sei es ein Auslandsaufenthalt, die Mitwirkung in der Politik, ein Studium oder ein anderer außergewöhnlicher Weg, mit dem ihr selbst nicht gerechnet habt? Wir freuen uns auf eure Geschichten und eure Erfahrungen.

Lasst uns euren Werdegang, eure Geschichte, gerne mit Fotos, per Mail an sekretariat@rs-neunburg.de zukommen.

  • Fiona - Praktika, Jakobsweg, Touristenführerin und jetzt Laborantin

    Mein Name ist Fiona und ich bin 20 Jahre alt. Ich habe meinen Realschulabschluss im Jahr 2016 in der ersten Klasse des Kunstzweiges gemacht. Danach ging ich weiter auf die FOS in Schwandorf und wählte dort den Zweig Agrarwirtschaft, Bio- und Umwelttechnologie. Nach 2 Jahren machte ich meinen Abschluss mit der Fachhochschulreife. Leider wusste ich bis dahin immer noch nicht was ich beruflich machen soll, ich denke so geht es vielen von euch jetzt auch.

    Um herauszufinden, welche Stärken ich habe, beschloss ich ein Berufsorientierungsjahr zu machen. Ich organisierte viele unterschiedliche Praktika, darunter: Augenoptiker, Architekturbüro, Milchwirtschaftlicher Laborant, Schreiner, Landschaftsgärtner/Landschaftsarchitektur…

    Das war eine tolle Erfahrung und ich kann jedem nur dazu raten so viele Praktika wie möglich zu machen, um herauszufinden was einem gefällt. Dabei sollte man jedoch beachten, dass die Bewerbungsphase für die Ausbildungen im August/September des Vorjahres stattfindet. Sodass man 1 Jahr vorher schon wissen sollte, welche Ausbildung man machen möchte. Daher ist es sinnvoll noch in der Schulzeit Praktika zu machen, falls man eine Ausbildung anfangen möchte.

    Nachdem ich einige Praktika gemacht hatte, verdiente ich mir bei einem Minijob ein wenig Geld und ging dann für 2 Wochen auf den portugiesischen Jakobsweg. Dadurch gewann ich etwas Abstand vom Alltag und konnte mich auf etwas ganz Neues konzentrieren. Ich lernte viele nette Leute kennen. Hatte aber auch mit vielen Problemen zu kämpfen und wurde dadurch ein Stück weit selbstständiger.
    Wieder daheim angekommen ging es gleich weiter nach Amrum, einer Insel in der Nordsee. Dort blieb ich für 3 Monate und machte einen verkürzten Bundesfreiwilligendienst. Meine Aufgabe dort war hauptsächlich Führungen vor Touristen zu halten und etwas über die Natur von Amrum zu erzählen. In der Zeit lebte ich in einer 5er WG und musste mich auch um Haushalt und Co. kümmern, was anfangs gar nicht mal so einfach war. Ich sammelte viele wertvolle Erfahrungen und kann einen BFD oder ein FÖJ jedem nur ans Herz legen zu machen.

    Letztes Jahr im September fing ich eine Ausbildung als Milchwirtschaftliche Laborantin an. Ich bin gespannt, wie es mir weiterhin gefällt und wohin mich mein Weg noch führen wird.